(Hoch-)Maskierende Mädchen im Autismus-Spektrum in der Schule erkennen und praxisnah unterstützen

Kurzbeschreibung
Mädchen im Autismus-Spektrum bleiben im Schulalltag oft unerkannt. Durch früh erlerntes, effektives Masking wirken sie angepasst – doch innerlich erleben sie Reizüberflutung, soziale Erschöpfung, psychosomatische Belastungen und Identitätsverlust. Ihre Unsichtbarkeit birgt Risiken für eine gelingende Schulzeit, weil durch das Masking der Overload im vegetativen Nervensystem oft internalisiert wird. Diese Internalisierung geht mit einer höheren Prävalenz von psychischen Erkrankungen einher, welche langfristig ohne professionelle Unterstützung bis zum Schulabsentismus führen kann.

Kursteile
Dieser praxisorientierte Halbtageskurs sensibilisiert im ersten Teil für mögliche Verhaltensweisen, Herausforderungen sowie Ressourcen und Potenziale von (hoch-) maskierenden Mädchen im Autismus-Spektrum. Der Fokus liegt auf ressourcenneutralen Lernsettings mit individuellen Lernstrategien und Massnahmen. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der kollaborativen Unterstützung sowie partizipativer Förderung der Autoregulation des vegetativen Nervensystems.

Im zweiten Kursteil transferieren die Teilnehmenden interaktiv neu erworbene Handlungsstrategien im Umgang mit Mädchen im Autismus-Spektrum in die persönliche Berufspraxis. Gleichzeitig werden sie angeregt, Einflüsse der eigenen Reizregulation im Alltag zu reflektieren.

Zielgruppe/Voraussetzungen
Lehrpersonen, Klassenassistenzen, schulische Heilpädagog/innen, Schulleitende, Schulsozialarbeitende, psychologische/pädagogische Fachpersonen etc. / ab Sekundarstufe mit Grundkenntnissen zum Autismus-Spektrum.

Kursvorbereitung (ca. 60 Min., je nach Vorkenntnissen)

  1. Nach der Anmeldung wird eine Sammlung wichtiger Begriffe rund um das Autismus-Spektrum versandt, deren Kenntnisse für den Kurs vorausgesetzt werden, um möglichst viel Zeit für den Praxisteil zur Verfügung zu haben.
  2. Für den optimalen Transfer der Kursinhalte wird das Einbringen eines persönlichen «Elaborationsbeispiels» empfohlen (Schülerin mit AS-Diagnose oder Verdacht). Dazu ist die Formulierung von 2-3 konkreten Herausforderungen im Schulalltag hilfreich – z.B. während dem Klassenunterricht, bei den Hausaufgaben, Prüfungen, Elterngesprächen, schulischen Standortgesprächen etc.
Kursleitung
Simone Tuena-Küpfer, Neurodiversitätsexpertin in der Bildung, Lehrperson Sekundarstufe I, Lerncoach, spät diagnostizierte Autistin / Elwira Wolgensinger, M.Sc., Psychologin
Datum
30.10.2026
Zeiten
09.00 – 13.00 Uhr
Kosten
CHF 230.00
Ort
Stiftung Kind und Autismus, Schönenwerdstrasse 7, 8902 Urdorf
Zielgruppe
Fachpersonen
Teilnehmer
maximal 22 Personen
Anmeldeschluss
28.10.2026
Dieser Kurs ist ausgebucht.
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